VIIII
Aus dem ghanaischen Alltag
Es wird von Ghanaern sehr gerne gesehen, dass man sich im Ghana-Stil kleidet. Dazu ist ein Besuch auf dem Markt nötig. Hier sucht man sich einen Stoff aus. Ghanaer nähen ausschliesslich Kleidung aus diesen Stoffen. Wir lassen Jennifer Taschen etc. daraus nähen, was für Ghanaer recht befremdlich ist.
Im nächsten Schritt wartet man auf eine Schneiderin, damit sie die Maaße nimmt, den Schnitt für die Kleidung erfragt und den passenden Stoff mitnimmt.
Hier ist es Maggie, die zum vermessen vorbei kommt und dafür sorgt, dass alle zum Kirchenbesuch ordentlich gekleidet sind.
Kulinarisch ist Ghana natürlich auch ein Erlebnis. Hier zwei Beispiele aus Annies Küche. Frühstück mit Pastries und Abendessen mir Reiskloss und Erdnusssoße.
Nicht im Bild: die beste Ananas der Welt!
Mal eben kurz Irgendwo hinfahren? Das geht in Ghana nicht. Man braucht immer einen Fahrer und man braucht Zeit. Das Straßennetz erlaubt keine schnellen Fahrten, aber es gibt am Straßenrand nonstop interessante Dinge zu sehen.
Man kann auch Trotro fahren. Für diese gibt es keinen Fahrplan, man wartet am Straßenrand und bekommt einen Platz im voll besetzten Bus zugewiesen. Ziegen und Hühner fahren auch mit und manchmal tiefgekühlte Hühnerteile aus Großbritannien. (Man meidet Fleischkonsum als Besucher, ist auch gut fürs Klima...generell)
Tiere sind in Ghana allgegenwärtig, insbesondere in der Geräuschkulisse. Jede Sprachnachricht aus Ghana beinhaltet mindestens Vogelgezwitscher, meist aber auch einen krähenden Hahn.
Abends sind es schonmal die Kröten, die ein lautstarkes Konzert geben.
Wenn man aus Ghana zurück ist, ist die Stille erstmal komisch, weil man sich so schnell an die permanenten Geräusche gewöhnt hat. Doppelverglasung gibt es nicht, es gibt noch nicht mal luftdichte Fenster, deshalb kommen immer alle Geräusche an.
Zuhause geniesst man aber eine warme Dusche sehr, auf solche muss in Ghana verzichtet werden. Je nach Hitze ist kalt duschen aber sowieso toller.
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