Montag, 23. November 2015

 Der Samstag beginnt.
Auf dem Plan steht ein Ausflug für Alle zum Wasserfall.
Wir haben extra ein großes Trotro gemietet, damit soviel wie möglich mitkönnen.






 Aber erst steht Wiedersehen feiern mit Atsu und  Gemima an!
Es sind Pats Kinder, die jetzt bei ihr in Leklebi leben.
Wir machen Pause in Leklebi und verbringen Zeit gemeinsam.
Anschließend laden wir sie auch noch mit ins Trotro und dann fahren wir wieder das ein oder andere Stündchen...Richtung Wasserfall..








Jennifer mit einem Teil des neu gekauften Stoffs.


Es gibt eine Anfrage, ob Jenny auch Kaftane näht.
Wir werden das in den nächsten Tagen mal versuchen.
Martina kann von uns am Besten nähen, deshalb wird sie Jenny in den kommenden Tagen coachen.



Nach einem Mittagssnack geht es weiter zum legendären Wlii Wasserfall!


Während wir alle ne Runde posen, geht George eine Runde schwimmen.
brrrrrrrrrrrrrrrr
Von Vorne Links: Lydia, Bless, Evelyn, Jenny, Esenam, Atsu, Gemima, Hinten Links: Nadine, Patience, Jo, Nicole, Sonja, Karo, Lotti& Martina. Photo by George





 Esenam war noch nie hier!
( Aber da ist sie ja Heute nicht die einzige :-D)


Man läuft 45 Minuten zurück  vom Wasserfall bis zum Parkplatz.
Wenn man auf diesem Weg jemanden trifft, den man kennt, ist das schon echt der Knaller!
Tja, ist passiert!
Plötzlich steht Alfred vor mir!
Alfred ist der, an dessen Schule wir gestern Malmaterial gebracht haben! 
Da haben wir ihn verpasst...

Zurück in Leklebi arbeiten Martina und Jenny weiter an den Kaftans.
 Unterdessen shoppen Karo, Lotti und Nadine fleißig im Taschenshop!
Um mehr Zeit mit Jenny, Atsu und Gemima verbringen zu können,
nehmen wir sie Abends mit zurück nach Have.
Patience Kinder kenne ich seit 2011 und es ist schön sie zu sehen!
Jenny haben wir so viel Neues mitgebracht, dass wir einfach mehr Zeit brauchen!
Alle in Have einzuquartieren wird sportlich.
Aber wir rücken alle zusammen!


Sonntag startet:
Jenny und Martina suchen alles zusammen, was sie brauchen.
Die Terrasse ist heute der beste Platz zum Nähen!


Die Terrasse, auf der Jenny näht, ist vor unserer Ferienwohnung.
Auf dem Grundstück unserer Ferienwohnung stehen Papayabäume.
Unser Vermieter bringt Collins und Atu dazu, uns Papyas zu pflücken und zu schälen.
(Verdonnern wäre wohl die korrekte Bezeichnung)

Als Belohnung können sie aber DVDs gucken....
Collins ist auch ein Adoptivsohn von Patience.
Er ist jetzt 18 Jahre alt.
Er geht in Ho ins Internat und ist extra nach Have gereist, um uns zu sehen.
Währenddessen bereiten Lotti, Karo, Esenam und ihre Freundin Pappfische vor.
Diese sollen am nächstenTag in der Schule von Alfred zum Einsatz kommen.
Ich bin stolz auf Esenam, weil man ihr anmerkt, dass sie die Aufgabe gut lösen kann. Man merkt, was sie letztes Jahr so alles in Deutschland gelernt hat.
Außerdem muss man ja sagen, dass ihr Auge jetzt echt sooooo viel besser aus, als vor der Tumor-OP!

Unter den Schulranzen, die wir mitgebracht haben, ist auch einer, der Esenam sehr gut gefällt!

Martina hat Instrumente mitgebracht, die sie Hebamme Sarah spendet.

Collins und Atu bekommen nochmal extra Lesestoff!


Bisher hat uns immer Hebamme Annie bekocht.
(Bei allen vier Besuchen vorher!)
Jetzt ist sie aber zum Hebammen-Studium in Kumasi und das ist sehr weit weg.
Aber sie stellt ihre Wohnung zur Verfügung!
In ihrer Küche kocht jetzt ihre Tochter Bless für uns!
Mit der Unterstützung von Evelyn, die kennen Alle, die schonmal mit uns in Ghana waren!!!!

 Knoblauch, Zwiebeln und ein bischen was Scharfes werden für das Mittagessen vorbereitet...


Nicole, unsere Bücherbeauftragte startet das Sichten der Bücher!

 Jaaaaa, heute spielt Dortmund!

Zur Begrüßung hat der Krankenwagen ein technisches Problem.
Na gut.
Wir bezahlen die neuen Ersatzteile
und dann läuft er wieder!


Wir stellen Collins und Atsu das Buch
"Greetings from" 
vor.
Auf dem Cover sind die beiden mit meinen Söhnen 2012 zu sehen.
Sie sind extrem begeistert!
Wir lassen Esenam und noch mehr Kinder aus dem Buch laut vorlesen.
Dazu machen wir gerade einen kleinen Film.


Für Collins ist es dann schon Zeit,
sich auf den Weg zurück nach Ho zu machen.
Er nimmt 10 der "Greetings from" Bücher mit und möchte sie an seine Schulkollegen verteilen.





In dem Buch geht es auch um die Jahreszeiten.
Zum Thema Winter bitte ich Patience dazu.
Sie kann am besten erklären, wie kalt es hier in Deutschland sein kann.
Sie war ja zwei mal in Deutschland und beide male war es sehr kalt.
Ich verstehe zwar eigentlich kein Wort, aber uneigentlich verstehe ich doch jedes Wort! 


Der Knoblauch und die Zwiebeln sind zum Abendessen zu Soße geworden,
MMMHHHHH es gibt Fufu, den mag ich sehr!

Und dann, wie immer in Ghana, fällt man um 20:00 wie tot ins Bett.
Da macht es nichts, wenn einen die Hähne schon um 4:00 wecken....
Oder doch?
Der Wecker ist auf 6:00 gestellt.
Nadine und ich lachen uns schlapp darüber, dass der Wecker uns sagt, dass wir 10 Stunden Schlaf vor uns haben!
Das passiert Hebammen Zuhause nie!
Aber so fertig wie wir von der Hitze sind, ist das schon ok so!
Trotzdem bin ich immer nach 6 Stunden wach. Also um 2:00.
Aber das Problem habe ich schon 2011 in Ghana gehabt. Ist auch egal. So habe ich jede Nacht Zeit, die to do Liste zu aktualisieren. Und wenn ich das gemacht habe, kann ich sowieso nicht schlafen weil diese Liste so lang ist.....

Donnerstag, 19. November 2015


Freitag 6.November 2015
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Erster Morgen in Have.
Von unserer Ferienwohnung laufen wir entlang der Hauptstrasse zur Klinik um unser Tagwerk zu beginnen.
Uns kommt ein kleines Mädchen entgegen.
In Schuluniform.
Mein Herz muss einen kleinen Satz machen, denn es ist Esenam.


Seit fast einem Jahr habe ich sie nicht gesehen.
Ganz vorsichtig beginnen wir ein kleines Gespräch.
An ihrer Schüchternheit wird sich nichts geändert haben und ich weiß nicht, wie sie reagiert,
auf Nadine, Nicole, Martina und mich.

Esi und ich ziehen dann spontan los, um mit ihrem Vater und ihrer "nenn"-Oma ( bei der sie wohnt, wenn diese dann mal da ist) zu reden.
 Die anderen gehen weiter zur Klinik.
Dort angekommen treffen sie Pat und die kommt dann auch zu Esenams "Oma".




Ich bin nicht ganz zufrieden mit der MRT Realisierung durch den Vater und auch nicht mit der Schlafsituation wenn die "Oma " wieder für ein paar Wochen in Accra ist.
Daran müssen wir arbeiten!

Der Vater bekommt die Hausaufgabe, sich diese Woche ums MRT zu kümmern.
Anschl. kommt Esi mit an die Klinik.

Jenny macht mir freundlicher weise erstmal eine Hitzebeständige Frisur!
"Weiße" Haare sind ganz anders als "schwarze" Haare!

Nach dem Frühstück bringe ich Esi an die Schule.
Sie geht immer noch zur E.P. School.
Der Zustand der Schuluniform gefällt mir nicht!
Ziemlich löchrig!


An der Klinik wartet Besuch auf mich.
Die Gehschiene dieses kleinen Mannes wurde durch uns finanziert.
Also durch Euch!





Ohne Schiene würde sich das Bein nach Außen biegen!
So hat er eine Chance auf ein gerades Bein!

Am 27.11. wird es eine Begehung der Gesundheitsstation in Have geben.
Godsway und Sarah sind deshalb schon etwas aufgeregt.
Die Begehung ist Teil eines Wettbewerbs und man möchte natürlich gut aussehen!
Diese drei Poster habe ich mitgebracht.
Sie sollen zur Begehung aufgehängt werden.
Ein Poster zeigt die vorläufigen Pläne für das Hebammenwohnheim!
Dieses Wohnheim wird nächstes Jahr gebaut.
Die Informationen hierzu muss ich nochmal zusammenstellen und dann auf unserer Homepage ordentlich bekannt geben. Das wird ein super Projekt.
Nein. Es IST ein super Projekt!

Dann begutachten wir die Spenden, die schon vor einiger Zeit hier angekommen sind!
Alles da, muss nur noch sortiert und verteilt werden.
Wie diese Arbeit ausarten wird, kann sich zu dem Zeitpunkt noch niemand vorstellen.
Zum Glück!

Die erste Vorsortierung läuft prima!

Dann bekommen wir Besuch aus Togo!
Koffi ist extra angereist, um sein Malaria Projekt vorzustellen.
Sein Malaria-Projekt in Togo wird von action medeor unterstützt.
Martina hat den Kontakt hergestellt.
Sein Projekt funktioniert über Aufklärung durch Dorfbewohner.
In Have funktioniert die Aufklärung über die Health-Mitarbeiter.
Insgesammt begreift die Bevölkerung immer noch nicht den Nutzen von Präventionsmassnahmen.
Deshalb haben wir uns hier zusammen gefunden, zu einem Brainstorming!
Anke Engelke steht in Togo für die Malariaprävention Pate, die Plakate habt ihr sicher schonmal gesehen!
Unser Plan:
Wir nehmen die Kinder mit ins Boot!
Wir weder einen Wettbewerb veranstalten.
Jede Schule in Have entwickelt ein kleines Theaterstück.
Alle Theaterstücke werden aufgeführt und der Sieger wird belohnt!
Parallel läuft das auch in Koffis Heimat Togo.

So fällt der Groschen hoffentlich bei dem ein oder anderen Kind!
Wenn es schon bei den Erwachsenen so lange  dauert!

Vernetzt sind wir Initiatoren jetzt über einen Facebook-Chat!
Facebook kann so nützlich sein!


Von Links nach rechts:
George, Nadine, Koffi, Nicole, Godsway, Sonja, Bashiru, Martina & Patience


In Annies Restaurant ißt Koffi noch mit uns zu mittag, bevor er sich auf den langen Weg nach Hause macht!

Auf zum nächsten Projekt.
"Sicherheit im Dunklen"
Jenny bekommt diesen Reflektorstoff geschenkt!
von:

Tausend Dank an Florian!

Der Plan ist folgender:
Jenny näht den Reflektorstoff auf Westen und Armbänder und verkauft sie in Ghana!
Wir sind seeehr gepannt wie der Verkauf laufen wird!

Auf zum nächsten Projekt:
aber dieser freundliche Schulbus hat beschlossen, genau vor unsere Ausfahrt ein Reifenproblem zu haben.

Über Stock und Stein manövriert unser Fahrer unser Auto auf die Straße.
Der Bus wird auch bei unserer Abfahrt noch da stehen!

Und dann erreichen wir unser Ziel!
Alfreds Schule

Er schafft es durch sehr viel Fleiß,
immer wieder Volunteers für seine Schule zu begeistern.
Dadurch schafft er es, seine Schule weiter aufzubauen.



Er macht tolle Fortschritte!
Ein bischen was fehlt noch :

Martina hat mit den Kindern hier großes vor!
Sie wird Malstunden geben.
Sowas steht hier nicht auf dem Lehrplan.
Es wird ein ganz besonderes Bonbon für Kinder und Lehrer!
Jetzt laden wir erstmal das Material ab.


Und dann auf zum nächsten Projekt!

Dies ist Wonder (im Rollstuhl)
Gemainsam mit Godsway und Bashiru besuchen wir ihn.
Er wohnt drei Orte weiter, Richtung Hohoe.



Wonder braucht Hilfe.
Er hat 2013 bereits einen ersten Rollstuhl von uns bekommen.
Im März dieses Jahres hat Markus ihn besucht.
Da war der Rollstuhl hinüber, lief auf den Felgen!
Jetzt sitzt der Vater mir gegenüber und bittet um Hilfe.
Er hätte gerne, dass Wonder laufen kann.
Das hätten wir auch gerne.
Da er aber noch nie laufen konnte, wird man nichts machen können.
Eine riesen Diagnostik machen zu lassen ist möglich, aber Laufen kann er davon nicht.
Wir machen wieder ein Brainstorming.

Plan:
Am Dienstag soll er ins Krankenhaus gebracht werden, in die Physiotherapie.
Dort soll er untersucht werden.
Eine Stabilisation seines Rückens und Muskelaufbau könnten machbar sein.
Bashiru erklärt sich bereit, die Eltern zu begleiten.
Wir sind auch hier auf Facebook verbunden, um an der Entwicklung teilzunehemen.

Die Familie hat 6 Kinder und lebt ausschließlich von dem, was sie auf ihren Feldern anpflanzt.
Da ist Zeit und Geld knapp.
Noch kann Wonders Mutter ihn auf dem Rücken tragen.
Was, wenn er zu schwer wird?

Anschließend besucht Nadine die Kinder, die sie letztes Jahr kennen gelernt hat.
Sie wird natürlich sofort erkannt!


Und dann geht es in den Kreißsaal.
Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde endlich beschlossen, das Kreißbett (aus Gerolstein) IN den Kreißsaal zu stellen.
Aber bei der Nutzung gab es ein kleines Problem.
Bis jetzt wurde es nur als Querbett genutzt.
(Also nicht als Bett, sondern als "Gynstuhl")
Diese Rollen, diese miesen kleinen S..........
sind Schuld, dass das Bett erst jetzt wieder funktioniert.
Wie man an der abgescheuerten Farbe erkennen kann, waren sie durch denTransport in den neuen Raum umgedreht.
dadurch ließ sich das Fußteil nicht mehr hochstellen.


Aber unsere mitgereisten Detektive
finden den Fehler schnell
und Sarah, Hebamme in Have,
freut sich sehr!!!






Bei Bismarcks Geburt sah es hier so anders aus.
Jetzt ist der Kreißsaal echt chic.
Ohne zu übertreiben ist es wahrscheinlich der schönste in ganz Ghana,
ach was ... Afrika!
Bei der riesen Feier, die uns am Mittwoch noch ins Haus steht ( von der wir jetzt noch gar nichts wissen....) wird genau das vor der Presse gesagt werden und am nächsten Tag werden wir drei Babies hier bekommen. Ein Abenteuer, kann ich jetzt schon sagen!!!!!

Am Abend vergrößert sich unsere Reisegruppe noch um zwei Hebammen.
Karo und Lotti! Perfekt ausgestattet!
So kann in Afrika nichts schief gehen.
Nächstes Mal nehme ich auch endlich solche Lampen mit!
Patience, Evelyn und Bless ( das ist die Tochter von Hebamme Annie) bekochen uns so dermassen lecker.....

Esi ist eine der Ersten, die unser Buch Probe liest.






Und dann fallen wir alle totmüde ins Bett.
So gegen 20:00 Uhr!