Sonntag, 28. August 2016


Jetzt besuchen wir eine andere Baustelle!
Unser Liebfrauenschulen-II-Projekt.
Wenn man sieht, wieviel Handarbeit das ist, versteht man, warum hier alles ein bißchen länger dauert.
Ohne Gerüst, ohne Helm, auweia!



Die Zimmerleute arbeiten am Dachstuhl. Auch hier alles Handarbeit. Das Wellblech für die Dacheindeckung ist schon bestellt, aber noch ist der Dachstuhl nicht fertig. 
Hier wird Tropenholz verbaut.
Hier darf man das!


Wir stellen uns in eines der drei Klassenzimmer.
Es ist eine große Schule!
Viel Platz und viel Licht (jetzt natürlich noch mehr) wegen großer Fenster . 
Es sind keine Kinder da, da Schulferien sind.
Schade, ich hätte sie gerne gesehen!
 Wenn wir abfahren, in 10 Tagen, soll der Dachstuhl fertig sein und der Dachdecker soll angefangen haben.

 Die Schulküche sieht vor unserer neuen Schule richtig klein aus.
Sie ist auch richtig klein und schäbig noch dazu!
Hier wird es in Zukunft auch etwas zu tun geben!!!!!


 Nicole begleitet uns.
Sie möchte sehen, welche anderen Projekte wir noch betreuen.
Hauptsächlich ist sie mit nach Ghana gekommen, um auf der Hebammenhaus-Baustelle zu helfen.
Denn,
sie ist Mitglied (sogar Mitbegründerin) des Rotaryclubs aus Koblenz,
der unser Hebammenhaus bezahlt.
So kann sie Zuhause aus erster Hand erzählen, wie es vor Ort war.



Tagelang haben sich alle Anwesenden an diesem Fundament in die Tiefe gegraben.
Jetzt sind viele an Gebäude I damit beschäftigt, in die Höhe zu Bauen.
Das Fundament für Gebäude II soll aber in diesem Sommer fertig werden, damit es nächstes mal schneller geht. Im Moment besteht der Fundamenttrupp aus Jannik, Grete und Laura.
Tagelang (wochenlang)  machen sie nichts Anderes, als in diesen Fundamenten zu arbeiten.
Ihnen ist der größte Teil der Have Tec Studenten zugeteilt.
Hier zeigt sich, wie ghanaische und deutsche Studenten zusammenarbeiten.
Einfach ist es nicht. Wer hat das sagen?
 Deutsche, Ghanaer, Mädchen, Jungs, Lehrer oder unser angestellter Maurer?
Laura, Grete und Jannik können jetzt viele Lieder davon singen...
Ich kann sagen, dass die deutschen Mädels sehr gut ihren Mann gestanden haben!
Manchmal war es nicht einfach, sich Gehöhr zu verschaffen, gerade in den ersten Tagen.
Aber mit jedem Tag ging es besser!
Und in den zwei Wochen, in denen ich das beobachten durfte, wurde hier zusammen gearbeitet.
Jeder hat von jedem gelernt und viel gesehen, über das er staunen kann!





Staunen darf man hier!
Der Beton in der Schubkarre ist von Hand hergetsellt.
Jetzt muss er ins Fundament gegossen werden.

Da ich zwei Söhne habe, weiß ich wie das geht!
Jahrelang habe ich aus Kinderbüchern vorgelesen, in denen beschrieben wird, was auf der (deutschen) Baustelle so alles zu tun ist.
Aber:
Kein Betonmischfahrzeug, kein Kran, kein Schlauch, ach was sag ich... keine Helme, keine Stahlkappenbauschuhe.
Wer hat Lust, mir ein Kinderbuch für ghanaische kleine Jungs zu illustrieren?



Betonsteine für das Fundament werden hier von Hand getragen.
Die Steine sind richtig schwer! 
In den nächsten Tagen werden sehr starke Menschen Schubkarren mit mehreren solcher Steine hier hin schieben.
WOW!

Ab jetzt wird auch hier in die Höhe gebaut!


Donnerstag, 25. August 2016


Bei meiner Ankunft auf der Baustelle sieht es so aus!
Bambus
Steine
Sand
Deutsche, amerikanische und ghanaische Studenten & Lehrer/Professoren
arbeiten bei extremer Hitze gemeinsam an dem neuen Hebammenwohnheim.
Maschinen, wie Betonmischer oder Bagger gibt es nicht.
Der "Ankunftsbautrupp" hatte tagelang das Fundament gegraben und gegraben und gegraben.
Das geschah noch ohne Hilfe der Studenten der Have Tec, denn die hatten erstmal Prüfungen.
Das hatte uns vorher keiner gesagt.
Egal.
Jetzt sind sie da.
Die ghanaischen Studenten haben jetzt auch Ferien.
Normalerweise suchen sie sich Ferienjobs, um ihre Schulgebühren zu bezahlen.
Die Zeit, um an diesem gemeinsamen Projekt mitzwirken, haben sie kaum.
Aber sie haben sich in sieben Gruppen aufgeteilt, jede Gruppe wird jeweils eine Woche helfen kommen.


Der Bambus muss noch trocknen. Er kommt aus dem nahegelegenen Wald.
Die Steine sind hier vorort hergestellt worden.
Sie mussten auch erstmal trocknen.




Diese Bambusstämme sind zusammengeschraubt. Zusätzlich werden sie mit Schnüren zusammengehalten.
Diese Schnüre zu flechten ist sehr viel Arbeit.


Hier sieht man den ersten Bambusträger.
Insgesamt werden acht Stück benötigt.

Hier sieht man den Mörtel- und Betonmischplatz.
Pure Muskelarbeit!

Das erste Fundament hat die Have Tec gebaut.
Hier kann das Gebäude jetzt langsam in die Höhe wachsen.


Zum Glück gibt es in der nahegelegenen Bäckerei frisches Brot!
Ich kaufe für fünf Euro eine ganze Schüssel.
Die Brötchen sind noch warm und knusprig. 
Da die Bäckerin normalerweise nicht täglich backt, bestelle ich extra für Morgen wieder Brötchen!
( Das klappt nicht, wie ich am nächsten Tag leider bemerke, aber am Tag danach hat sie es verstanden und backt ab jetzt täglich)
( An einem Tag wird sie nicht gebacken haben, aber dafür ist sie woanders Brot kaufen gegangen, das merken alle sofort, denn es schmeckt nicht so gut, und verdient hat sie an dem Tag auch nix.)
( Andere Geschichte...)

Für alle auf der Baustelle wird das Brot schnell zur wichtigen 8:00 Uhr Pause.
Arbeitsbeginn ist täglich 6:00 Uhr.
Mittag ist um 11:00 Uhr.
Mittagessen ist auch eine interessante Geschichte, aber die erzähle ich später!

Mittwoch, 24. August 2016


Die Hebammenhaus Baustelle in Have, Ghana ist noch in vollem Gang!
Ich bin leider schon zurück in Köln und fange jetzt mit dem Videotagebuch an!
Beginnen möchte ich mit dem, was fleißigen Menschen bei schweißtreibender Arbeit gut tut! 
Von Patience geschnitten, von Atu vorgekostet....

Wassermelone für
Laura

Hannah
Franz
Anna
Vanessa
Jannik
Promise

Sandra
Grete

Teresa und Jochen
Nicole
Dennis
Lukas



Dominik